SEHENSWÜRDIGKEITEN IN KALOCSA
im historischen Stadtzentrum, auf dem Dreifaltigkeitsplatz


Erzbischöfliches Palais - Bibliothek

Die Kathedrale

Erzbischöfliche Schatzkammer

Paprika Museum




Eine mit großer Vergangenheit verfügende Stadt unseres Landes Kalocsa befindet sich im südlichen Teil der großen Ungarischen Tiefebene, der Donau entlang. Die Erzbischöfe der von der Stadt benannten und von dem Heiligen König Stephan gegründeten Diözese haben im Mittelalter noch landesteilige Gebiete verwaltet und im Notfall standen sie an der Spitze des Heeres in den Landesverteidigungskämpfen. In der Türkenherrschaft wurde die Stadt und ihre Umgebung zerstört, verwüstet und entvölkert, im 18. Jahrhundert kam sie dann bald zum neuen Leben. Binnen eines halben Jahrhunderts wurde der hunderttausendjährige erzbischöfliche Grundbesitz und die Konstituation der Diözese ausgebaut deren stattliche zentrale Institutionen und Gebäude in Kalocsa Platz bekamen. In der Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben die Erzbischöfe ihre Residenzstadt zu einer Schulstadt entwickelt und gaben den landberühmten, hervorragenden Schulungsinstitutionen ein Zuhause. Im 20. Jahrhundert ging dann der hier gezüchtete Paprika auf seine Weltreise, und im ganzen Lande wurde dann auch die Volkskunst der Stadt bekannt.

Im Herzen der Innenstadt spüren wir heute noch auf dem Dreifaltigkeitsplatz zwischen den Gebäuden des 18. Jahrhunderts historische Stimmung, und die erhalten gebliebenen Andenken der tausendjährigen Vergangenheit sind in diesen Gebäuden, und den dort tätigen Institutionen zu besichtigen.Die Kalocsaer Erzbischöflichen Sammlungen empfangen auf drei Stellen die Besucher.

Im Gebäude des Erzbischöflichen Palais (Szentháromság Platz 1.) befindet sich die Kathedralbibliothek, die an Kodexen und an aus den ersten Jahrzehnten der Bücherausgabe stammenden Wiegendrucken (Inkunabeln) unübertroffen reich ist. Ihre allerwichtigste Sehenswürdigkeit ist der von Ádám Patachich (1776-1784) mit großer Bedachtsamkeit und künstlichem Geschmack eingerichtete Barock Lesesaal der - dank der einheitlichen,zeitbeständigen vergoldeten Ledereinbindung - auch heute noch in seinem originellen Glanz schimmert.In diesem wunderschönen Interieur bekam auch die Buchhistorische Ausstellung der Bibliothek Platz.

Auf der anderen Seite des Platzes, in der Nachbarschaft der Kathedrale befindet sich die Erzbischöfliche Schatzkammer, der das Haus von István Katona (1732-1811) Historiker-Domherrn Unterkunft bietet (Hunyadi u. 2.). Die inständige Ausstellung des Schatzkammers stellt die tausendjährige Geschichte der Kalocsaer Erzdiözesen vor (gemeißelte Steine, mittelalterliche erzpriesterliche Grabfunde, Goldschmieden-Objekte, liturgische Kleider und Geräte, Handschriften, Urkunden, Einrichtungsgegenstände, Holzstatuen, Gemälde, Glasfenster, Porzellan u.a.). Im Gebäude sind auch die Werke des in Kalocsa geborenen, aber nach 1956 in Rom gelebten und Kunstschaffenden Priester-Kunstmalers Péter Prokop (1919-2003) zu besichtigen.

In der Nähe des Dreifaltigkeitplatzes befindet sich das Paprika Museum, das ebenfalls in einem alten Domherrenhaus, im so genannten Sankt-Stephan-Haus (Szent István út 6.) Platz bekam. Eine im Dachraum einrichtete Ausstellung macht die Geschichte der Produktion des ungarischen Gewürzpaprikas bekannt, sie präsentiert auch die während des Arbeitsvorganges gebrauchten Geräte. Das Erlebnis des Besuchers steigert noch der Anblick der auf die Balken gehängten mehr tausenden Paprikabünde (Paprikaschnüre) und der Duft derselben.

Die Besichtigung der erwähnten Ausstellungen, der Bibliothek, der Schatzkammer und des Paprikamuseums nimmt je eine 30-40 Minuten in Anspruch, das bedeutet mit dem zwischen Ort und Stellen gemachten Spaziergängen zusammen insgesamt zwei ? zwei und halb Stunden. Der Dreifaltigkeitplatz bietet auch weitere ideale Möglichkeiten: lohnt sich das den Platz bestimmende Kunstdenkmal Gebäude, eine der schönsten barock Kirchen, die Kathedrale zu besuchen, und es ist ein Erlebnis ihr Meisterwerk, ihre Angster-Orgel anzuhören, auf der im 19. Jahrhundert Franz Liszt gespielt hat und sich sehr anerkennend darüber geäußert hat. Eine Möglichkeit zu einem angenehmen und entspannenden Spaziergang bietet der große Park der Stadt, der nahe liegende Erzbischofsgarten. Kalocsa ist ein idealer Ort für eintägige Stadtbesichtigungsprogramme, für Studienreisen der Schulen und Klassenausflüge. Die tausendjährige Vergangenheit der Stadt ist mit vielen Fäden mit der Geschichte Ungarns verbunden, so ist die Besichtigung der erwähnten Sehenswürdigkeiten hervorragend geeignet diese gemeinsame Vergangenheit hervorzurufen.

Wir wünschen jedem geehrten Interessenten einen erlebnisreichen, inhaltvollenAusflug!



Erreichbarkeit, Öffnungszeit, Eintrittskartenpreise


Erzbischöfliche Bibliothek (Fõszékesegyházi Könyvtár)
Lesesaal im Barockstil, aus dem 18. Jahrhundert, (Patachich-Bibliothek)

H - 6300 Kalocsa, Szentháromság tér 1. (Erzbischöfliches Palais)
Tel.: 36/78-461-280 E-Mail:
kalbib@asztrik.hu, http://konyvtar.asztrik.hu

Öffnungszeiten: zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober: Dienstag-Sonntag von 9 bis 17Uhr (Montag ist Ruhetag) Der barocke Lesesaal der Bibliothek ist nur von Gruppen mit Führung zu besichtigen. Der Empfang einzelner Besucher (unter 10 Personen) geschieht hier um 12 Uhr und um 14 Uhr
Preise der Eintrittskarten: 800.- Ft. Begünstigte, kombinierte Eintrittskarten: alle drei zusammen 1.500.- Ft.

Erzbischöfliche Schatzkammer (Érseki Kincstár)
Die Erzdiözese Kalocsa 1000 Jahre alt (ständige Ausstellung), Prokop-Gemäldegalerie
H - 6300 Kalocsa, Hunyadi u. 2. (Katona István-Haus)
Tel.:36/78-461-860 E-Mail:
kincstar@asztrik.hu, http://kincstar.asztrik.hu

Paprika Museum (Paprika Múzeum)
Gewürzpaprika Ausstellung des Ungarischen Landwirtschaftlichen Museums.
H - 6300 Kalocsa, Szent István út 6. (Szent István-Haus)



Zugänglichkeit


Mit Autobus, PKW
Es ist empfohlen von der durch die Stadt gehenden Hauptstraße Nr. 51 (Baja - Budapest) auf der Kossuth-Lajos-Straße den Dreifaltigkeitsplatz zu erreichen, man kann direkt hinter der Kathedrale rechts abbiegend in der Richtung Asztrik Platz und Érsekkert (Erzbischofgarten) parken.

Die nächste Haltestelle der fahrplanmäßigen Autobusse ist auf der Kosuth-Lajos-Straße beim Krankenhaus, von hier ist der Dreifaltigkeitsplatz mit einemfünf minuten langen Spaziergang zu erreichen.

1.Erzbischöfliches Palais - Bibliothek
2.Die Kathedrale
3. Erzbischöfliche Schatzkammer
4. Paprika Museum


Im Paprikamuseum sind die Produkte der Chili-Trade Kft. zu kaufen. http://www.chili-trade.hu


Herausgegeben von: Diözesensammlungen von Kalocsa, H - 6300 Kalocsa, Szentháromság tér 1. archivum@asztrik.hu http://www.asztrik.hu

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